5 Dinge, die das Bloggen an mir verändert hat

outfit rotes zara kleid auf einer treppe in frankfurt

Seit ich 13 bin, hatte ich immer einen Blog. Natürlich habe ich mich seitdem verändert. Aber diese typische Veränderung eines kleinen Mädchens zu einer jungen Frau meine ich in diesem Beitrag nicht. Ich möchte euch anhand von 5 Beispielen Veränderungen zeigen, die ich ohne das Bloggen in dieser Form sicherlich nicht durchgemacht hätte.

 

1. Selbstbewusstsein

Mein Selbstbewusstsein ist mittlerweile einfach auf einem „whole new level“. Ich war früher, bzw. bis vor wenigen Jahren immer die kleine schüchterne Blonde. Mittlerweile würde ich mich so nicht mehr bezeichnen. Ich bin längst noch nicht die Person, die nur so strotzt vor Selbstbewusstsein, aber ich habe keine Angst mehr. Ich habe keine Angst, ich selbst zu sein, für meine Meinung einzustehen und vor allem habe ich gelernt, manchmal auch alleine dastehen zu können.

Sei es durch Beiträge, die nicht immer auf großen Zuspruch stießen, durch die tägliche Inszenierung meiner Person im Netz oder auch einfach das Verteidigen meiner online Aktivitäten in der realen Welt. All dies hat mich zu einer selbstbewussten Frau werden lassen. Ich stehe zu mir, meinem Äußeren und meinen Gedanken.

Wenn ich zurückdenke, hätte ich es mir vor wenigen Jahren definitiv nie vorstellen können, mich ungeschminkt beinahe täglich zu präsentieren – Dank Snapchat und Instagram Stories heute absolut kein Problem mehr für mich. Ganz im Gegenteil, ich habe gelernt mich so zu mögen, wie ich bin.

 

2. Kommunikation und Networking

Auch hier wieder: Noch lange bin ich keine Meisterin im Small-Talk, aber ich arbeite daran! Ich komme immer häufiger in Kontakt mit Menschen, die ich vorher noch nie gesehen habe und stehe vor dem Problem, dass ich kommunizieren muss. Das habe ich sonst sehr gerne meinem Gegenüber überlassen, aber mit der Zeit habe ich gemerkt, dass es mich nicht weiterbringt, wenn ich nicht auch meinen Beitrag zu einer Konversation beitrage. Also heißt es jedes Mal wieder aufs Neue für mich: Small-Talk oder generell Kommunikation trainieren. Und ja, mittlerweile kann ich wirklich einen Unterschied feststellen. Ich werde mit jedem Gespräch etwas besser darin.

Ebenso verhält es sich mit dem Networking. Eigentlich eine ähnliche Thematik, denn nicht nur die Kommuniktion, sondern auch das in Kontakt bleiben bzw. in Kontakt kommen hat sich geändert. Besonders über Instagram habe ich schon so viele liebe Menschen kennengelernt. Ich habe gelernt, dass es okay ist hin und wieder Menschen einfach mal anzuschreiben, zu fragen, ob sie Lust auf einen Kaffee haben, Lust auf ein Shooting oder generell einfach gelernt, dass ich manchmal einfach den ersten Schritt machen muss. Ich durfte schon so viele liebe Menschen kennenlernen, die ich ohne meinen Blog niemals kennengelernt hätte!

Demnach sind dies zwei wirklich wichtige Dinge, die ich durch das Bloggen so so sehr verbessern und trainieren konnte. Vor allem, da man diese Fähigkeiten für wirklich jeden Bereich des Lebens sehr gut gebrauchen und anwenden kann.

 

3. Mit Gegenwind umgehen (Oder auch: nicht jeder mag, was du machst!)

Eine der ersten Lektionen, die ich gelernt habe war, dass das Bloggen nicht jeder gut findet. Geschweige denn, dass ich unterstützt werde. Angefangen mit der Familie, vor der ich mich rechtfertigen musste, weshalb ich so viele Bilder und persönliche Informationen von mir online stelle, bis hin zu Freunden, die sich hinter meinem Rücken über mich lustig gemacht haben. Ich habe gelernt, auf diese negativen Einflüsse nicht mehr zu reagieren. Vor allem meine Familie konnte ich mittlerweile davon überzeugen, dass das Bloggen für mich etwas tollen ist. Spätestens nachdem die ersten Kooperationen reinflatterten, standen sie hinter mir.

Auch gibt es öfter Beiträge, die nicht bei jedem gut ankommen und meistens kann ich auch über den wirklich unangebrachten Kommentaren stehen. Ich habe gelernt zu unterscheiden, ob jemand mich kritisiert, oder seiner eigenen Unzufriedenheit einfach nur über mich Ausdruck verleihen möchte.

Auch habe ich gelernt meine Tätigkeit vor anderen zu Verteidigen. Ich schäme mich nicht mehr dafür, dass ich blogge (denn anfangs wollte ich wirklich nie, dass das jemand weiß), sondern ich bin wirklich stolz auf das, was ich geleistet habe. Stolz darauf seit 9 Jahren zu bloggen, seit so einer langen Zeit den Spaß und Ehrgeiz nie verloren zu haben. Ich rede auch gerne mit anderen über meinen Blog. Die Angst davor, dass mein Gegenüber sich über mich und meinen Blog lustig machen könnte, habe ich abgelegt, denn ich weiß wofür ich blogge.

Aber nicht nur mit Gegenwind gegen meinen Blog, sondern auch mit allem anderen komme ich jetzt besser zurecht. Wenn jemandem mein Kleidungsstil nicht gefällt – kein Problem. Wenn jemandem meine Meinung zu einem Thema nicht passt – kein Problem. Ich bin einfach so selbstbewusst, darüber zu stehen und vor allem, nicht alles direkt persönlich zu nehmen.

 

4. Mein eigener Stil

Ich erinnere mich noch so gut an die Zeiten, in denen ich Kleidung trug, weil sie entweder jemand anderes trug, den ich toll fand, oder weil es eben im Trend war. Rückblickend wirklich super dämlich, aber ich denke auch, dass das eigentlich normal ist. Man holt sich schließlich immer irgendwoher seine Inspiration. Allerdings war ich doch schon immer eher der Typ Mensch, der seine Meinung bzw. seinen Geschmack den von anderen angepasst hat. Ich habe auch gerne Outfits eins zu eins nachgekauft. Auch habe ich Dinge getragen, die ich tief in mir einfach nur schrecklich fand – aber sie waren nun mal im Trend. Und eines wollte ich immer: Ich wollte durch meine Kleidung auffallen!

Heute ist es mir eigentlich Wurst wer, was trägt. Ich mache nicht jeden Trend mit, habe einige Stil-Regeln für mich selbst gefunden. Habe keine Person mehr, der ich gerne alles nachkaufen möchte. Ich lasse mich natürlich immer noch inspirieren von den verschiedensten Quellen, aber ich trage hauptsächlich das, was ich genau in diesem Moment einfach tragen möchte. Ich habe bereits vor 3 Jahren meine Gedanken zum Thema „Mein eigener Stil“ in diesem Beitrag festgehalten. 

Nicht nur das, sondern ich trage auch zu gewissen Anlässen nicht einfach das, was von mir erwartet wird, nur weil es von mir erwartet wird. Beispielsweise bin ich nicht der Typ dafür, zu einem Bewerbungsgespräch in einem Kostüm anzutanzen. Bin ich nicht, würde ich nie wieder sonst tragen, also trage ich es auch beim Bewerbungsgespräch nicht. Natürlich kleide ich mich etwas schicker, etwas in Richtung Business-Look, aber eben meine eigene Version davon. Ich verstelle mich nicht mehr, nur um bei einer bestimmten Person einen positiven Eindruck zu hinterlassen, sondern trage meine Outfits so, dass ich mich wohl darin fühle und diese innere Gelassenheit auch ausstrahlen kann. Das bringt mir im Endeffekt wirklich mehr, als mich zu verstellen. Denn sind wir mal ehrlich, wer möchte sich täglich in Kleidung zwängen, die er eigentlich gar nicht so toll findet?

 

5. Konflikt- und Problemlösung

Ich glaube alle die einen Blog haben, wissen wovon ich rede, wenn ich sage: Mein Blog treibt mich in den Wahnsinn!

Mein Blog ist wirklich mein Ein und Alles und ich liebe alles, was dazu gehört, aber manchmal… Gerade vor kurzem habe ich meinen Blog von Blogger auf WordPress umgezogen und ihr glaubt nicht, wie oft ich meinen Laptop am liebsten gegen die Wand geworfen hätte. Da ändert man ein klitze-kleines Wörtchen im Code und schon ist das halbe Design zerstört. Oder wenn man bis spät in der Nacht an einem Beitrag sitzt, der einfach nicht so werden will, wie man es sich vorstellt. Oder der tägliche struggle mit Bildern. Entweder man hat keine, man findet niemanden zum shooten, hat keine neue Kleidung zum tragen, die Bilder werden einfach nichts, oder man hat keine Zeit um welche zu machen. Auf jeden Fall sind Bilder immer so mein größtes Problem beim bloggen.

Der Punkt Konfliktlösung ist glaube ich der schwerste für mich, denn man hat fast täglich mit neuen Herausforderungen zu kämpfen. Kein Tag gleicht dem anderen, kein Beitrag dem anderen und keine Kooperation der anderen. Und ja, es treten regelmäßig neue Konflikte auf, die man meist sehr kreativ irgendwie versuchen muss zu lösen. Im Endeffekt klappt es immer irgendwie, aber die Momente der puren Verzweiflung, die vorher geschehen, sind wirklich Nervenzehrend.

Ich habe aber das Gefühl, immer besser mit neuen Problemen umgehen zu können. Entweder, weil ich manche Probleme in einer ähnlichen Form schon einmal hatte, oder auch weil ich dank Punkt Nummer zwei weiß, wen ich um Hilfen bitten kann. Denn das ist auch eines der Dinge die ich vorher nicht konnte, um Hilfe bitten und diese annehmen.

Könnt ihr euch in dem ein oder anderen Punkt auch wiederfinden? Inwiefern hat euch das Bloggen verändert?

outfit rotes zara kleid mit sneakernoutfit rotes zara kleid sweatshirt stoff in frankfurt

Shop the Look:

Kleid – Zara

Sneaker – Adidas

Tasche – Zara

Sonnenbrille – Marc Jacobs

outfit rotes zara sweat kleid mit cut outs

Der Beitrag enthält Affiliate Links. Bei einem Kauf über einen Affiliate Link, erhalte ich eine Provision. Der Kaufpreis selbst verändert sich für euch dadurch nicht. 

Folge:

13 Kommentare

  1. Patty
    17. September 2017 / 11:24

    Wow Rot steht dir wirklich fantastisch. Ich habe Die Farbe dieses Jahr total für mich entdeckt & bin dadurch immer auf der Suche nach coolen Kleidungsstücken in Rot 🙂 Mit deinen aufgezählten Punkten hast du total Recht. Diese Sachen haben sich auch bei mir sehr durch das Bloggen verändert, was ich sehr positiv finde 🙂

    Liebe Grüße
    Measlychocolate by Patty
    Measlychocolate now also on Facebook

    • Sarahfldb
      17. September 2017 / 11:36

      Dankeschön Patty 🙂
      Ich aber auch! Davor war mir rot irgendwie zu „krass“, aber aktuell mag ich diese kräftige Farbe ab und an wirklich gerne.
      Ja, ich bin so dankbar, dass ich diese Veränderungen machen durfte.

  2. 17. September 2017 / 11:36

    ein sehr toller beitrag 🙂 in einigen der punkten konnte auch ich mich wieder finden – so ein blog hat schon eine sehr große auswirkung auf die persönlichkeit und wie man sich damit verändert 🙂
    glg katy

    http://www.lakatyfox.com

  3. 17. September 2017 / 12:44

    Liebe Sarah<3 Ein toller Beitrag von dir. Ich kann auch viele Punkte nur bestätigen die sich verändern wenn man bloggt! Ich finde besonders toll das man viele neue Menschen kennenlernt!:) wünsche dir einen tollen Sonntag liebes<3 Liebe Grüße, Jenny

  4. 17. September 2017 / 16:52

    Wirklich ein sehr schöner Blogpost – ich finde mich da in einigen Punkten wieder 😀 Mag solche Blogging-Themen ja sowieso sehr gern lesen! Habe meinen Blog ja erst vor 3 Monaten gestartet. Wirklich toll, dass du schon seit 9 Jahren dabei bist! Das mit den Eltern ist bei mir genau das gleiche, einfach wirklich unangenehm teilweise, aber mit 22 müssen sie mich halt machen lassen 😀
    Derzeit merke ich, wie wichtig es ist auf Inspirationssuche zu gehen und sich immer neue Ideen zusammen zu sammeln – das ist wohl eine weitere Sache, die ich aus dem Bloggen lerne.
    Hab einen schönen Sonntag! 🙂

    Love Karo

    https://www.instagram.com/karolinkusche/

  5. 17. September 2017 / 20:55

    Ein toller Beitrag liebe Sarah!
    Ich musste auch an mir selbst feststellen das dass Bloggen mich doch sehr verändert hat. Ich bin zwar noch nicht so lange dabei wie du, aber in einigen Punkten hab ich mich echt wiedergefunden.
    Das Selbstbewusstsein ist auch bei mir stark gewachsen und ich lass mir auch nicht mehr alles gefallen. Früher hab ich über manche Dinge einfach hinweg gesehen. Auch die Kommunikation mit Fremden fällt mir immer leichter und ja, es ist wirklich wichtig auf andere Menschen zuzugehen. 🙂 Ich musste leider auch im Familie und Freundeskreis negative Erfahrungen machen was das Bloggen betrifft. Anfangs hat mich das unheimlich traurig gemacht, aber jetzt…. ist es mir sowas von egal. Denn alles was zählt ist das man selbst Spaß daran hat. 🙂
    Dein Blg ist toll und ich freue mich auf viele weitere Beiträge!
    Liebste Grüße Tamara
    http://www.fashionladyloves.com

    • Sarahfldb
      17. September 2017 / 20:58

      Dein Kommentar hat mir grade echt ein Lächeln ins Gesicht gezaubert! 🙂
      Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast so ein liebes Feedback dazulassen.
      Freut mich riesig, dass dir mein Blog gefällt.

  6. 17. September 2017 / 21:10

    Wirklich schön geschrieben, meine Liebe! Lustiger Weise sehe ich mich tatsächlich in allen Punkt wieder. Vor allem beim Absatz „Selbstbewusstsein“ kann ich nur zustimmen!
    Weiter so!
    Hab noch einen schönen Abend xx

  7. 17. September 2017 / 21:26

    Ich kann mich absolut in deinem Beitrag wiederfinden. Zum Glück stand meine Familie allerdings von Anfang an hinter mir. Auch in punkto Selbstorganisation habe ich mich durch den Blog absolut positiv verändert. Witzig ist auch, wie sehr sich das Selbstbewusstsein verbessert. Wenn jetzt Leute während des Shootings blöd gucken, interessiert es mich nicht mehr.
    Liebe Grüße ♡Kristina
    TheKontemporary

  8. 17. September 2017 / 22:32

    Bei mir treffen auch einige Punkte zu. Bloggen bringt auf jeden Fall auch für einen selber viel
    Lg
    Larissa

  9. 18. September 2017 / 9:21

    Hey meine Liebe,
    die Punkte sind wirklich treffend – auch wenn ich als Neuling im Bloggerleben noch nicht so mitreden kann 🙂
    Glaub grad das mit dem Selbstbewusstsein finde ich eine super positive Veränderung!
    <3 Kathi

  10. 19. September 2017 / 22:42

    Toller Beitrag! Bloggen verändert einen wirklich in so mancher Hinsicht, aber wie du auch schreibst hilft es den eigenen Stil zu finden und auch standfester gegenüber Kritik zu werden. Nicht jeder muss mögen was man tut 🙂 Liebe Grüße,
    Julie
    https://juliesdresscode.de

  11. 4. Oktober 2017 / 11:26

    Ein wirklich toller Beitrag liebe Sarah. Ich blogge seit knapp 15 Monaten und habe auch einige positive Veränderungen an mir bemerkt. Ich bin viel selbstbewusster geworden und habe auch meinen Kleidungsstil gefunden. Aber natürlich hat man auch negative Erfahrungen machen müssen, die man ohne das Bloggen vielleicht nicht hätte machen müssen. Das gehört aber alles dazu.
    Jetzt möchte ich aber auch noch etwas zu deinem Look sagen. Das rote Kleid steht dir unglaublich gut. Tolle Fotos! 🙂

    Liebste Grüße
    xo Sunny | http://www.sunnyinga.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.