Mein etwas anderer Jahresrückblick: 2017

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Nach meinem gefühlt 18998643sten Versuch einen Rückblick in mein emotionales Jahr 2017 zu geben, schweifte ich immer wieder ab und im Endeffekt drehte sich alles doch immer nur um das eine:

Dass 2017 mit Abstand das bedeutendste, wichtigste, beste, emotionalste, lehrreichste, sportlichste, … einfach das LEBENDIGSTE Jahr meines Lebens bis jetzt war!

Ich war noch nie so unfassbar glücklich, nicht weil ich nicht auch schlechte Tage gehabt hätte, von denen hatte ich definitiv sogar mehr als sonst, aber ich habe meine Art und Weise, wie ich mit negativen Dingen umgehe so sehr verändert. Ich bin einfach ein so viel positiverer Mensch geworden. Ich habe angefangen mich mit mir und meiner Persönlichkeit zu beschäftigen. Ich nehme Gegebenheiten nicht mehr einfach hin, sondern ich ….. Ich LEBE, zum ersten mal in meinem Leben, lebe ich. Ich fühle so vieles, nach so langer Zeit, lasse ich wieder zu, dass mir Menschen emotional nahe kommen. Und gebe gleichzeitig auch so viel Liebe wie nie zu vor an die Menschen in meinem Umfeld. Ich habe mich von einigen Menschen trennen müssen, weil ich gemerkt habe, wen ich wirklich um mich herum haben möchte und wen nicht. Ich habe mich so sehr verändert und das zum positiven.

Ich habe das gesamte Jahr Sport gemacht, kontinuierlich. Ich habe begonnen mich vegan zu ernähren, vegan zu leben, mein Weltbild zu überdenken. Das Bild von mir und meinen Mitmenschen auf den Kopf gestellt. Ich habe angefangen ehemals selbstverständliche Dinge zu hinterfragen, nicht alles hinzunehmen wie es ist, sondern mir mein eigenes Bild zu machen. Nach meinen eigenen Wünschen, Träumen und meiner eigenen inneren Stimme zu leben.

Wie ihr jetzt vielleicht schon rausgelesen habt, bin ich wirklich geflasht von meinem Wandel. Ich weiß nicht einmal, wann die Veränderung begonnen hat, ich weiß nur, dass ich an dem Punkt war, an dem ich gemerkt habe, dass ich etwas ändern muss… und zwar an mir. Vielleicht hat alles damit begonnen, dass ich mich bewusst dazu entschieden habe, vegan zu leben. Denn ich habe mich in diesem Moment bewusst dafür entschieden die Augen nicht mehr zu verschließen, alte Gewohnheiten zu hinterfragen, mich gegen die Mehrheit zu stellen und einfach das zu tun, was ich ganz tief in meinem Inneren als richtig empfinde, zu tun. Das war denke ich die zugleich einfachste, aber auch schwerste Entscheidung meines Lebens. Einfach, da ich an dem Punkt angelangt war, dass alles andere für mich keinen Sinn mehr ergeben hat und der Veganismus wirklich die einzig richtige Wahl war. Schwer, da ich meine alten Muster durchbrechen musste, bisher selbstverständliches anzweifelte, mich gegen die Norm stellte und von außen auf so viel Gegenwind stieß, wie nie zuvor. Dennoch war das denke ich der ausschlaggebende Beginn, meiner doch sehr weitreichenden inneren Veränderung der letzten Monate.

Allein wenn ich mein soziales Umfeld betrachte, könnte ich nicht glücklicher über die aktuellen Menschen in meiner Nähe sein. Einige Wege haben sich über die letzten Monate getrennt, dafür habe ich aber so viele neue, bzw. zurückgekehrte Kontakte aufgebaut, zu Menschen, die mir einfach nur gut tun. Ich habe eine Hand voll echte, wahre Freunde um mich, die mir so viel positives schenken, die mir immer wieder aufs neue beweisen, wie schön es ist, wenn beide Seiten gleich viel Energie in eine Beziehung stecken. Diese Art von Freundschaften, die das Beste in einem zum Vorschein bringen, da man einfach man selbst sein kann. Ich habe so ein Glück diese Menschen um mich zu haben, die so vieles über mich wissen, mit denen ich über alles reden kann, meine Wünsche, Träume, Ängste und selbst über meine Fehler und sie mich dennoch oder vielleicht gerade deshalb lieben. Dieses unendliche Vertrauen in andere Menschen hatte ich schon ewig nicht mehr, weshalb ich umso glücklicher bin, diese Art von Freundschaften erleben zu dürfen. Diese Freunde um mich zu haben und zu wissen, dass wir alle uns immer bemühen werden, diese Nähe zueinander zu halten und uns hoffentlich nie wieder aus den Augen verlieren.

Die Fähigkeit so tolle Freundschaften führen zu können, liegt aber auch zu einem unfassbar großen Teil daran, dass ich gelernt habe, mich selbst zu lieben. So abgedroschen es auch klingt, so wenig ich selbst zuvor daran geglaubt habe, aber seitdem ich angefangen habe, mich mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung auseinanderzusetzen, merke ich täglich, wie sehr sich mein gesamtes Leben zum positiven verändert. Angefangen habe ich damit, inspirierenden Personen auf ask.fm zu folgen. Vor allem folge ich adinaselin zwar schon seit Jahren, aber ich habe mich zum ersten mal darum bemüht, wirklich zu verstehen, was sie schreibt. Dann habe ich weiter gemacht, indem ich mir Bücher gekauft habe, die sich mit der Persönlichkeitsentwicklung beschäftigen. Dann ging es weiter mit der Kraft der positiven Gedanken. Ich habe begonnen im Alltag immer und immer wieder inne zu halten, meine Gedanken zu stoppen und positiv zu denken. In vielen Situationen war das zunächst nicht möglich, aber allein die Tatsache, dass ich sozusagen auf mich und meine Gedanken von außen geschaut habe, gemerkt habe, dass diese in eine falsche/negative Richtung gingen, hat mir schon dabei geholfen, immer ein Stückchen positiver zu denken. Ich habe quasi die Verantwortung über meine eigenen Gedanken und demnach auch meine Gefühle übernommen. Sprüche wie „wahres Glück kommt von innen“ oder auch „Happiness is a choice“ habe ich dann angefangen zu verstehen. Ich konnte vorher nie so ganz nachvollziehen, wie es möglich sein soll, einfach glücklich zu sein, ohne Menschen um einen zu haben, die mich glücklich machen. Mittlerweile kann ich nicht mehr nachvollziehen, wie ich je etwas anderes denken konnte, wie ich je mein eigenes Glück von jemand anderem wie mir abhängig machen konnte. Denn genau das war es was ich immer war – abhängig. Von der Meinung und Laune anderer, von dem Interesse meines Gegenübers, von Umständen, die ich nicht einmal beeinflussen konnte. Alles andere war für meine Laune verantwortlich, nur nicht ich. Mittlerweile höre ich mir regelmäßig Podcasts oder Hörbücher an, die sich mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigen, habe mein Umfeld auf die mir wirklich wichtigen Beziehungen beschränkt und um weitere inspirierende, positive Kontakte erweitert. Ich habe aber vor allem auch meine Prioritäten im Leben verschoben. Ich beschäftige mich mit den wirklich wichtigen Fragen, wie was ich möchte, wo ich mich in X Jahren sehe, wie ich dort hinkomme und so weiter. Das sind alles Dinge, die dazu beitragen, dass ich jeden Tag mich selbst etwas besser kennenlerne, ich mein Verhalten besser reflektieren kann und ich vor allem immer ein bisschen genauer weiß, wer ich bin und was ich möchte.

Auch wenn ich immer noch nicht alles über mich und meine Träume weiß, geschweige denn wie ich diese erreichen kann, aber es fühlt sich jetzt schon so gut an, zu wissen, dass ich täglich einen Schritt in die richtige Richtung mache. Vielleicht muss ich manchmal auch ein wenig meinen Weg korrigieren, aber ich irre nicht mehr planlos durch die Gegend, sondern habe ein immer klareres Ziel vor Augen – Und das weicht doch schon sehr von dem ab, was ich immer dachte, dass ich möchte.

Natürlich hatte ich auch einige schlechte Tage, Wochen, Phasen in diesem Jahr. Beispielsweise bin ich nach meiner Bachelorarbeit in ein riesiges Loch gefallen. Ich wusste einfach absolut nicht wohin mit mir. Denn das was ich wollte und die Möglichkeiten die ich hatte, passten einfach nicht zusammen. Ich lag tagelang einfach nur im Bett, an anderen Tage bekam ich kein Auge zu, ich war einfach unfassbar unzufrieden mit allem und jedem und ganz besonders hasste ich mich und mein Leben zu diesem Zeitpunkt. Nichts machte mehr Sinn, alles war einfach nur … ja ich sage es wie es ist, scheiße! Aber dann kam der Punkt, an dem ich so sehr von meiner eigenen Negativität genervt war, dass ich wieder anfing, mir positive Gedanken regelrecht aufzwingen. Ich fokussierte mich auf das was ich gerne hätte und überlegte mir Wege, dieses Ziel zu erreichen. Im Endeffekt entschied ich mich für einen Weg, den wohl andere auch gewählt hätten, einfach weil es von der Gesellschaft so erwartet werden würde, ich bin um ehrlich zu sein auch nicht wirklich zufrieden mit dieser Entscheidung, aber ich nutze die positiven Aspekte meiner Entscheidung, um daran zu arbeiten, doch irgendwann zu meinem eigentlichen Ziel zu gelangen. Bis dahin sehe ich einige Dinge in meinem Leben als Mittel zum Zweck an, aber ich bin nicht mehr negativ diesen Gegenüber eingestellt, da ich ganz alleine diese Entscheidung für mich getroffen habe. Dieses wissen, dass ich jederzeit die einzige Person bin, die die Macht hat Entscheidungen für mich und mein Leben zu treffen, das ist wirklich ein riesiger Erfolg für mich.

Auch habe ich gelernt, dass es Dinge gibt, die ich nicht beeinflussen kann oder sie zumindest nicht mehr ändern kann und dass diese, auch meine Laune nicht beeinflussen können. Beispielsweise hatte ich vor wenigen Wochen einen Autounfall. Ich hätte mich natürlich ärgern können, weinen können, alles und jeden verfluchen können, die Schuld auf irgendwas oder wen schieben können, aber alles jammern hätte absolut nichts an den Tatsachen geändert. Also habe ich bei jedem Anflug eines negativen Gedankens inne gehalten, mich auf den aktuellen Moment konzentriert und was soll ich sagen, ich war und bin so stolz auf mich und meinen Wandel. Anfang dieses Jahres wäre ich mit einer ähnlichen Situation definitiv nicht so entspannt umgegangen, doch so hatte ich trotz mieser Umstände, einen recht positiven Tag.

Ich habe hier jetzt wirklich einiges geschrieben, aber doch fast gar nichts gesagt. Ich wollte euch einen Einblick in meine Veränderung geben, einen Versuch wagen, euch zu erklären, wieso ich aktuell so glücklich bin und ich möchte vor allem eines: Hier auf dem Blog meine Tipps für ein positiveres Leben verbreiten. Denn ich wäre wirklich froh gewesen schon früher solche Denkanstöße bekommen zu haben und ich möchte hier Dinge Verbreiten, die für mich einen Sinn haben. Ich möchte gerne über Veganismus schreiben, über Happiness, Liebe, Mode, Leidenschaft, Einblicke in mein Inneres und einfach alles, wofür ich stehe und was ich wirklich vom Herzen her unterstütze.

Ich wünsche euch allen ein wundervolles Jahr 2018 und ich hoffe wir werden es gemeinsam zu UNSEREM Jahr machen. Euer Feedback hat mir auch 2017 immer wieder so viel Mut und Kraft geschenkt, dafür möchte ich mich wirklich bedanken!

Folge:

2 Kommentare

  1. Patty
    28. Januar 2018 / 12:00

    Dein Jahr hört sich wirklich toll an ! Du scheinst dich richtig weiterentwickelt und deinen Weg gefunden zu haben.
    Ich bin richtig froh, dass ich dich im Jahr 2017 kennengelernt habe und wir so viele tolle Shootings hatten.
    Hoffentlich sehen wir uns ganz bald wieder 🙂

    Liebe Grüße
    Measlychocolate by Patty
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    • Sarahfldb
      Autor
      28. Januar 2018 / 18:50

      Ich bin auch so glücklich, dich kennengelernt zu haben 🙂 Freue mich jetzt schon darauf dich wieder zu sehen <3

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