Wir Millennials haben keinen Biss

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… sagte letztens ein Bekannter im Gespräch.

Wir können nicht mit Härte umgehen, haben keinen starken Willen. Wollen alles sofort und ohne Anstrengung. Wir wurden so erzogen, uns wurde erzählt wie seien etwas ganz besonderes, alles dreht sich um uns und das geben wir allen anderen auch zu verstehen. Wieso für etwas anstrengen, wenn wir es wo anders mühelos bekommen? Wozu ein Risiko eingehen, wenn es auch ohne geht? Sind wir Millennials wirklich so weich und willensschwach? Gibt es nichts mehr wofür wir zu kämpfen bereit sind? 

Feste Beziehungen sind out, wir haben lieber Unverbindliches. Freundschaften sind nur echt, wenn wir sie in den sozialen Netzwerken zelebrieren, so wie eigentlich alles. Alles muss nach außen perfekt sein, das Gesicht, die Figur, das Outfit, die Freunde, der Urlaub, einfach alles. Es gibt keinen Platz für Makel. Es gibt keinen Platz fürs kämpfen. Wenn etwas nicht direkt klappt, müssen wir eben was anderes machen, denn Niederschläge sind einfach nicht in.  

Ich weiß wo ich hinmöchte

Zumindest so ungefähr. Aber wie? Mir wurde nicht beigebracht, wie ich für meine Ziele kämpfe, geschweige denn, sie erreiche. Entweder es funktioniert auf Anhieb, oder ich gehe weiter und gucke was die nächste Tür für mich bereit hält. Ich habe gelernt wie ich mich anpasse und das zu tun, was von mir verlangt wird. Aber wird mich das jemals an mein Ziel bringen? Ich möchte nicht den Weg gehen, den schon viele vor mir gegangen sind. Ich möchte auch nicht den bequemsten Weg nehmen, ich möchte einfach meinen Weg gehen – aber WIE?  

Ist unsere Generation wirklich so weich? Geben Millennials bei den kleinsten Hindernissen schon auf?

Ich möchte auf die Spitze des Berges. Ich möchte am liebsten sofort dahin. Am liebsten so einfach wie möglich – ein Hubschrauber wäre super. Aber gut, das ist utopisch, ich habe es zwar nie versucht, aber ein Hubschrauber? Ich bitte dich! Also laufe ich los. Bei den ersten Steinen fange ich an zu stolpern – habe so eine Bergbesteigung noch nie gemacht, aber geheult wird nicht, es geht weiter. Ich folge den vorgegebenen Wegen, aber irgendwie macht es nicht so viel Spaß. Ich sehe wie andere Millennials um mich herum mit dem Helikopter auf die Spitze geflogen werden, andere klettern mutig die steilen Wände hoch und ich folge einfach weiter dem gegebenen Weg. Ein Fuß nach dem anderen, manchmal auch fünf zurück, weil mich der Gegenwind umhaut und ich kurz am Boden liegen bleibe.

Dann rappel ich mich wieder auf. Denn ich möchte schließlich zum Gipfel. Ich überlege mir Möglichkeiten wie ich es möglichst effizient schaffe, aber die einzige Lösung scheint der vorgeschrieben Weg zu sein. An Aufgeben denke ich aber gar nicht erst. Ich möchte nach oben, also setze ich an und laufe querfeldein. Laufe durch die Natur, komme an anderen Wegbegleitern vorbei, sehe Dinge, die ich zuvor nie gesehen habe und denke, jetzt geht es schneller bergauf. Doch ehe ich mich umsehe habe ich lediglich einen Umweg genommen und bin auf gleicher Höhe, nur auf der anderen Seite des Berges. Ich habe es versucht denke ich mir, bin meinen eignen Weg gegangen, aber irgendwie hat er mich nicht zum Ziel geführt. Also laufe ich weiter, werde von anderen überholt, regelrecht überrannt. Sehe wiederum andere, die mit Hilfe von modernsten Mitteln die selbe Strecke wie ich wählen, aber bereits nach kurzer Zeit an der Bergspitze ankommen. Ich werde nachdenklich und frage mich, was mit mir nicht stimmt, wieso brauche ich so lange, wieso komme ich nicht an mein Ziel, wieso überholen mich andere? Das ist nicht fair! Ich kenne mein Ziel, aber ich weiß nicht wann und wie ich ankomme. 

Der selbe Weg wie immer?

Den selben Weg wie immer, möchte ich nicht gehen, ich möchte ausbrechen, am liebsten steil nach oben. Möchte mich auch mal verirren und wieder weiter unten rauskommen, aber immerhin neue Eindrücke gesammelt haben. Ich möchte Höhen und Tiefen erleben, ich möchte meine eigene Route kreieren, eine die mich weiter zur Bergspitze bringt. Ich möchte Risiken eingehen, neues erleben, unbekannte Orte entdecken und dennoch das Gefühl haben, es geht voran. Kämpfen, ich will kämpfen, ich will Leidenschaft und ganz bestimmt nicht dem vorgegeben Weg folgen. Okay vielleicht manchmal, ab und zu etwas sicheren Weg, aber dann möchte ich wieder klettern und vielleicht sogar ein wenig mit dem Helikopter mitgenommen werden, aber vor allem möchte ich ankommen. Ganz oben, mit Blick auf all den Weg den ich zurückgelegt habe, mit Blick über all die Natur, die Schönheit und das Gefühl von Freiheit spüren. Ein Gefühl von purem Glück und Stolz. Ja das will ich, mit all dem Blut, Schweiß und den Tränen die es bis zum Gipfel benötigt, dafür bin ich bereit zu kämpfen, auch wenn ich noch nicht einmal weiß wie überhaupt der normale Weg funktioniert. Ich möchte es riskieren, das mit dem eigenen Weg. Aber ich bin ehrlich: ich habe Angst…

 

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7 Kommentare

  1. 10. Juli 2017 / 8:41

    Dein Look ist perfekt für den Sommer und gefällt mir total gut. Den würde ich genauso tragen. Ich bin in jedes Teil verliebt :-*

    viele liebe Grüße
    Melanie / http://www.goldzeitblog.de

  2. 10. Juli 2017 / 9:31

    Der Look ist echt schön 🙂 Und zur Aussage deines Bekannten: Blödsinn! Niemand kann einem kämpfen beibringen, weil es immer anders ist. Und ich kenn so viele, die täglich für so vieles Kämpfen, das anderen in den Schoß fällt. Zu einer anderen Tür zu gehen, heißt nicht aufzugeben, sondern einfach einen anderen Weg zu seinem Ziel zu gehen, das nennt man auch kämpfen.

    Liebst Daniela
    von http://cocoquestion.de

  3. 10. Juli 2017 / 11:07

    AUch auf die Gefahl hin, das wir vllt keinen Biss haben, Stil hast du auf jeden Fall bewiesen 😉
    Mega geiles Outfit!
    Liebst, Colli
    vom beautyblog tobeyoutiful

  4. 14. Juli 2017 / 18:03

    Ganz toller Text, sehr interessante Gedanken:)) Und dein Look ist einfach der Hammer- habe ich bei Insta schon bewundert! Alles ist so schön stimmig und die Bilder sind einfach perfekt. Daumen hoch:**

    Liebste Grüße,
    Carolin von CARISITY.COM

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